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Zuverlässiges ›Made in Germany‹

Brennschneidmaschinen mit Klasse

Wer, wie das Unternehmen von Schaewen, monatlich rund 5.000 Tonnen dicker Bleche verarbeitet, muss sich auf seine Fertigungsmittel verlassen können. Zum Kreis der bevorzugten Lieferanten gehört daher das Unternehmen SATO GmbH, sind dessen Brennschneidmaschinen bei Einhaltung der Service-Intervalle doch mühelos in der Lage, über 60.000 Betriebsstunden durchzuhalten.


Gegründet im Jahre 1931 als Stahlhandel ist das Familienunternehmen von Schaewen heute ein innovativer Dienstleister mit rund 450 Mitarbeitern, der sich als Meister der Vielfalt rund um den Werkstoff Stahl versteht. An drei Standorten in Deutschland und einem in Polen werden vielfältigste Stahlprodukte produziert.

Darunter finden sich beispielsweise großdimensionale Bauteile mit bis zu 60 Tonnen Stückgewicht für Baukräne, präzise Kolbenstangen für Schiffspumpen oder imposante Träger für kühne Architekturvorhaben. Besucher sind erstaunt, welche Dimensionen die Bauteile haben. Diesen Dimensionen ist der Maschinenpark angepasst, um die Teile spanend und spanlos bearbeiten zu können.

In den eigenen Schmiedewerken können Schmiedestücke aus legiertem und unlegiertem Stahl sowie aus Kupfer, Titan und Nickelbasislegierungen mit einem Gewicht von bis zu 30 Tonnen sowie einer Länge von 13 Metern hergestellt werden. Eine Wärmebehandlung zum Erreichen der gewünschten Festigkeit rundet das Angebot von Schaewens ab. Möglich sind das Spannungsarm-, Normal-, und Weichglühen sowie das Vergüten. Die großen Glühöfen erlauben das Aufnehmen von Werkstücken von bis zu 12,6 Meter Länge mit einem Stückgewicht von bis zu 30 Tonnen.

Modernste Logistik

Ein umfangreiches Lager erlaubt das Anfertigen von flachen Teilen ohne Wartezeit. Es werden Flachprodukte von 20 bis 700 Millimeter Dicke mit Breiten bis zu vier Meter sowie Längen bis zu 13 Meter vorgehalten. Zur Auftragsdurchführung genügt in der Regel eine Zeichnung. Doch kann auch eine CAD-Datei im DXF-, DWG- oder STP-Format zur Verfügung gestellt werden. Daten im SolidWorks-Format können sogar direkt in die CNC-gesteuerten Maschinen von Schaewens eingelesen werden. Durch alle diese Möglichkeiten sind kurzfristige Liefertermine somit garantiert.

Kunden erhalten auf Wunsch Werks- oder Abnahmeprüfzeugnisse nach DIN EN 10204. Zusätzlich ist von Schaewen berechtigt, Bleche und Formteile mit dem CE-Kennzeichen zu versehen. Ebenfalls zum Leistungsspektrum gehört die Abnahme der Materialien nach den Richtlinien der Klassifikationsgesellschaften. Auch die US-Prüfung nach DIN EN 10160 ist möglich. Bei einem Durchlauf von rund 5.000 Tonnen Stahlerzeugnissen ist dies keine Selbstverständlichkeit. Da die monatlich benötigte Stahlmenge derart groß ist, ist der Einkauf auf der ganzen Welt aktiv, um den besten Preis für Rohstahlprodukte zu ergattern.

Robustheit ist Trumpf

Höchste Zuverlässigkeit der Fertigungsmittel ist eine wichtige Grundvoraussetzung für eine wirtschaftliche Fertigung großdimensionaler Bauteile. Kein Wunder, dass diese akribisch ausgewählt werden. Dies trifft insbesondere auf die Brennschneidmaschinen zu, mit denen bei Temperaturen von rund 1.450 bis 1.500 Grad Celsius Bleche mit bis zu 1 500 Millimeter Dicke zugeschnitten werden. Die in das Material eingebrachte Wärmeenergie ist enorm, ebenso die Schlackenmenge, die durch das Brennschneiden anfällt. Beides ist für ein Produktionsmittel eine extreme Belastung und kann zum raschen Versagen führen, wenn konstruktive Fehler beim Bau der Brennschneidmaschine gemacht wurden.

Diesbezüglich steht bei von Schaewen eine bemerkenswerte Referenz: Das Modell EHD von Sato, das bereits über 60 000 Betriebsstunden auf dem Betriebsstundenzähler ausweist. Diese Brennschneidmaschine wurde 1994 geliefert und ist seither zur vollsten Zufriedenheit der Verantwortlichen im Einsatz. Außer dem regelmäßigen Service, dem Tausch von Verschleißteilen sowie einer gründlichen Überholung vor rund fünf Jahren gab und gibt es bei dieser Anlage keine außerplanmäßigen Reparaturen. Die Zuverlässigkeit dieser Anlage überzeugte auf der ganzen Linie, sodass im Laufe der Jahre weitere Brennschneidanlagen von Sato geordert wurden, um dem beständig steigenden Auftragsvolumen gerecht zu werden.

Zuverlässige Technik

Ob das Modell EHD oder das Modell HD – jede neue Sato-Brennschneidmaschine war für die Produktion von Schaewens ein Gewinn. Kein Wunder, dass mittlerweile neun Sato-Maschinen in den Essener Werkhallen stehen, wo sie tagtäglich ihre Zuverlässigkeit, Präzision und wohlüberlegte Konstruktion demons trieren.

Da wäre zum Beispiel die Möglichkeit, mit der Multitorchfunktion zu arbeiten, was vor allem dem Schneiden von gleichen Teilen entgegenkommt, aber auch die Möglichkeit bietet, sehr große Teile bis 600 Millimeter Dicke in kurzer Zeit zu fertigen.

Sind schwenkbare Brenner an der Maschine verbaut, so können auch schräge Schnitte, beispielsweise für Fasen oder Kegel bis 1.000 Millimeter Schnittlänge ausgeführt werden. Eine präzise Brennerführung ermöglicht es, selbst komplexe Geometrien zu schneiden. Gegen die enorme Hitze beim Schneiden sind die Maschinen mit speziellen Hitzeschutzeinrichtung versehen, diese verhindert, dass sich die Maschine erwärmt.

Die Wärmeausdehnung hätte zur Folge, dass es zu einer unzulässigen Maßabweichung kommen würde. Unter Umständen würde sich bei ungünstiger Konstellation sogar die Maschine dauerhaft verziehen. Damit dies keinesfalls geschehen kann, ist in Sato-Modellen in der Starkschneidausrüstung ein extremer Hitzeschutz verbaut, der die Wärme zuverlässig abführt.

Nebenbei sei erwähnt, dass das Zuschneiden extrem großer Teile keine triviale Sache ist. So wirkt sich die eingebrachte Hitze natürlich auch bei den Werkstücken massiv aus.

Beispielsweise verlängert sich eine zwei Meter lange Platte durch eine Temperaturerhöhung von rund 800 Grad um ungefähr 20 Millimeter. Hinzu kommt Verzug beim nachfolgenden Abkühlen, der zum Teil den herausgelösten Innenkonturen geschuldet ist. Die Fachleute bei von Schaewen gehen daher auf Nummer sicher und planen entsprechende Aufmaße ein, damit bei den nachfolgenden Zerspanungsoperationen keine unliebsamen Überraschungen auftauchen.

Expertenwissen ist gefragt

Überhaupt ist das Brennschneiden dicker Bleche eine spannende Sache, bei der Fachleute mit viel Erfahrung gefragt sind. Diese sind in der Lage, mit einer Sauerstofflanze einen Startpunkt durch dickstes Material zu setzen, wissen, mit welchem Vorschub zu arbeiten ist, damit das Ergebnis am Ende passt und setzen gezielt mehrere Brenner gekonnt ein, damit sich die Arbeitszeit in Grenzen hält.

In aktuellen Sato-Maschinen sind viele Neuheiten eingebaut, die den Umgang mit anspruchsvollen Aufträgen sehr erleichtern. Da wäre zum Beispiel die Touch/Button-Steuerung, die nicht nur über eine sehr einfache Bedienoberfläche mit leistungsstarken Befehlen verfügt, sondern dank separater Tasten auch mühelos mit Arbeitshandschuhen bedient werden kann. Das Displayglas ist gehärtet, dadurch bruchsicher und kratzfest.

Der Startpunkt kann leicht über eine Kamera ermittelt werden, zudem sorgt ein Sensor dafür, dass die Brennerdüse immer den passenden Abstand zum zu schneidenden Werkstück einhält. Bohreinheiten, Hochfrequenz-Körner und Plasma-, Nadel- oder Inkjet-Markierer sind weitere Optionen, die sich positiv auf den Workflow auswirken können.

Selbstverständlich sind Sato-Brennschneidmaschinen entsprechend robust konstruiert, um die bis zu 60 Tonnen schweren Werkstücke bei von Schaewen sicher zu bearbeiten. Unter anderem sind dafür mechanisch bearbeitete Eisenbahnschienen verantwortlich, die auf einem Trägerfundament aufgesetzt werden. Für beste Laufeigenschaft sorgen verwindungssteife Laufwagen, die von einem doppelseitigen Längsantrieb bewegt werden.

Dazu werden Drehstrom-Synchronmotoren verwendet, deren Kraft über eine Magnetkupplung weitergeleitet wird. Die Querführung erfolgt über Rundstabführungen. Über verschleißfreie und temperaturbeständige Zahnriemen sowie präzise Planetengetriebe wird die Kraft vom Synchronmotor auf den Längsantrieb geleitet. Alternativ werden aber auch Einzelantriebe der Schneidkopfschlitten über Zahnrad / Ritzel angeboten.

Dies sind zahlreiche Vorteile, die den Verantwortlichen des Unternehmens von Schaewen bereits ins Auge stachen. Sie haben daher schon neue Brennschneidmaschine bei Sato bestellt. Diese ist jedoch kein Ersatz für ein älteres Modell, sondern soll den Maschinenpark verstärken. Platz ist schließlich vorhanden und die Zahl der Aufträge wächst. Somit könnten die Verantwortlichen von Sato die Sektgläser aus dem Schrank holen, schließlich gibt es ein rundes Jubiläum von zehn verkauften Maschinen ›Made in Germany‹ an von Schaewen zu feiern. Mehr Bestätigung, dass man zuverlässige Spitzenprodukte baut, kann man eigentlich nicht erwarten.

Download:

Diesen Artikel finden Sie auch in Ausgabe 1/2019 unseres Fachmagazins ›Welt der Fertigung‹ auf den Seiten 14 und 30. Zum besagten Heft führt ein Klick auf den nachfolgenden Button!

Bitte beachten: Dieses Heft steht ab 1.2.2019 zum Download bereit.

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Mehr Informationen zur SATO GmbH:

Kontakt  Herstellerinfo 
SATO GmbH
Tomphecke 51
41169 Mönchengladbach
Tel.: 0 21 61 - 99 42 - 0
Fax: 0 21 61 - 99 42 - 14
E-Mail: sales@sato.de
www.sato.de

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