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Wissenschaftliche Texte erstellen

Ein Ratgeber mit echtem Tiefgang

Ob Technischer Betriebswirt, Bacheloraspirant oder Doktoranwärter – wer sich zu Höherem berufen fühlt, kommt um selbsterstellte, wissenschaftlich ausgeführte schriftliche Arbeiten nicht herum. Da kommt das Buch ›Wissenschaftliche Arbeiten schreiben‹ von Dr. Andrea Klein gerade recht, das ausführlich erläutert, auf was es ankommt.


Komplizierte Sachverhalte so zu beschreiben, dass auch nicht in der Materie verwurzelte Leser verstehen, um was es geht, ist eine Kunst, die nicht jedem in die Wiege gelegt wird. Das trifft nicht zuletzt auf wissenschaftliche Artikel zu. Meisterlich zu Papier gebrachter Text zeigt sich darin, dass er flüssig zu lesen ist und Fakten umfassend sowie leicht verständlich präsentiert.

Damit sich Wissenschaftler rasch mit neuen Erkenntnissen vertraut machen können, ist es zwingend nötig, dass wissenschaftliche Arbeiten ein bestimmtes Schema einhalten. Es wäre absolut ärgerlich, wenn jeder Autor seinen Text so gestalten dürfte, wie es ihm gefällt. In der Folge würde die Lesegeschwindigkeit des Lesers sinken und das Interesse an so manchem Artikel erlahmen. Es ist wohl nicht übertrieben zu behaupten, dass dadurch der wissenschaftliche Fortschritt einen Gang zurückschalten würde.

Bücher über die Regeln des wissenschaftlichen Schreibens sind daher Voraussetzung für jeden, der studiert oder seine Doktorarbeit schreibt. Ein ganz besonders hilfreiches Exemplar dieser Gattung ist das Buch ›Wissenschaftliche Arbeiten schreiben‹ von Dr. Andrea Klein. Die Autorin hat es meisterlich verstanden, ihre berufliche Erfahrung in der Betreuung von Studierenden zu Papier zu bringen. Sie bringt nicht nur das Wesentliche zielgenau auf den Punkt, sondern präsentiert im Buch auch gleich jede Menge Software, die das Erstellen von wissenschaftlichen Arbeiten erleichtert.

Ausgesprochen hilfreich ist beispielsweise die im Buch präsentierte Beispielplanung für eine wissenschaftliche Arbeit. Hier wird die Vorgehensweise erläutert, den Abgabetermin für die eigene Arbeit einzuhalten, was anhand von drei Beispielen von Studierenden praxisnah vermittelt wird. Schließlich ist jeder Mensch anders, weshalb es keine passende Musterlösung für jedermann geben kann.

Die Autorin betont, dass an oberster Stelle einer wissenschaftlichen Arbeit die Ehrlichkeit zu stehen hat. Angesichts der vielen aufgedeckten Schwindelarbeiten ein wichtiger Rat, um seiner Karriere später nicht zu schaden. Es gilt, fremdes Wissen zu kennzeichnen und die Arbeit selbst zu verfassen. Das eigene Werk hat sachlich, neutral und wertfrei zu sein. Subjektive Meinungen und Urteile sowie Mutmaßungen bezüglich der erarbeiteten Ergebnisse haben dort nichts zu suchen. Es gilt, fundierte Fakten niederzuschreiben, mit denen die Fachgemeinschaft weiterarbeiten kann.

Dazu ist es nötig, eine große Menge an Informationen zu sichten, zu bewerten und zu sortieren, um daraus Neues entstehen zu lassen. Zur Informationssammlung werden im Buch unter anderem Suchmaschinen vorgestellt, mit denen nach bestimmten Quellen aus dem eigenen Fachgebiet gesucht werden kann. Alleine dieser Abschnitt ist es wert, das Buch zu beschaffen, da nicht nur zahlreiche, oft unbekannte Suchmaschinen vorgestellt, sondern auch Suchtechniken näher beleuchtet werden.

Wissenschaftliche Arbeiten unterliegen einer strengen Ordnung. Diese soll dafür sorgen, dass sich bewanderte Leser stets zurechtfinden und in kurzer Zeit den Text durcharbeiten können. Daher sind wissenschaftliche Arbeiten in eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss gegliedert. Es existiert unter anderem ein Inhaltsverzeichnis, ein Abbildungsverzeichnis, ein Tabellenverzeichnis, ein Abkürzungsverzeichnis, ein Literaturverzeichnis und ein Anhang.

Da diese Bestandteile von existenzieller Bedeutung für die Arbeit sind, geht die Autorin intensiv darauf ein, auf was es hier ankommt. Sie erwähnt beispielsweise, dass die Einleitung sowie das Schlusskapitel vom Prüfer besonders intensiv gelesen werden, sich demnach hier jede Mühe lohnt. Sie gibt selbstverständlich Tipps zur Gliederung der Arbeit, mahnt an, auf Exkurse in der Arbeit zu verzichten, da diese vom Thema wegführen, und erläutert, auf welche Weise kausale Zusammenhänge am besten dargestellt werden können.

Der eigentliche Schreibprozess ist ein weiterer Schwerpunkt des Buches. Die Angst vor dem weißen Blatt Papier wird hier abgelegt. Klar erläutert die Autorin, dass es bei der Texterfassung zunächst nicht darum geht, an Formulierungen zu feilen. Es gilt, erst einmal voranzukommen. Sie geht auf „Planer“, „Drauflosschreiber“, „Versionenschreiber“ und „Patchworkschreiber“ ein und gibt Tipps, auf unterschiedlichen Wegen zum wissenschaftlichen Text zu kommen. Der Blick richtet sich auf die eigene Strategie, einen Weg zum Erstellen der Arbeit zu finden. Methoden für den Schreibeinstieg werden ebenso vorgestellt wie Methoden zum Durchhalten.

Bilder und Diagramme sind wichtige Bausteine jeder wissenschaftlichen Arbeit. Auch hier zeigt Andrea Klein, auf was es ankommt und welche Programme hier sinnvoll eingesetzt werden können. Ebenso wichtig ist das korrekte Zitieren. Oberste Grundsätze sind eine einheitliche Zitation sowie eine eindeutige Identifikation der zitierten Werke. Die Autorin mahnt an, den Blick zu schärfen, da nicht jedes zitierfähige Werk auch zitierwürdig ist, wenn es wissenschaftlichen Qualitätsansprüchen nicht genügt.

Sie betont zudem, das fertiggestellte Werk nochmals kritisch zu prüfen beziehungsweise zu überarbeiten, nachdem einige Tage seit der Fertigstellung verstrichen sind. Erst wenn sichergestellt ist, dass der Leser bereits in der Einleitung eine klare Vorstellung der Inhalte und des Erkenntniswegs bekommt und er die wesentlichen Inhalte der Arbeit erfasst, wenn er nur den Schlussteil liest, ist die Arbeit gelungen. Das Buch von Andrea Klein ebnet den Weg dorthin.

 

Mehr Informationen:

Kontakt  Herstellerinfo 
Autorin: Andrea Klein
ISBN: 978-3-95845-386-9
Verlag: mitp Verlag
Jahr: 2017
Preis: 16,99 Euro
www.mitp.de
 

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