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Schutzgasöfen unkonventionell reparieren

Neue Feuerleichtsteine von Morgan

Mit der Entwicklung maßgeschneiderter Feuerleichtsteine hat Morgan Advanced Materials auf die Anforderungen seiner Kunden reagiert. Das neue Produkt kommt nun bei einem von Morgans wichtigsten Kunden in der Produktion von Schutzgasöfen mit Infrarot-Technik zum Einsatz, da hier eine genaue Temperaturregelung und eine hohe Temperaturstabilität von allergrößter Wichtigkeit sind.


Schutzgasöfen mit Infrarot-Technik wurden vor ca. 40 Jahren entwickelt. Mit der Neu-Entwicklung wollte man den Umstand nutzen, dass sich Wärme mit Infrarot-Strahlen wesentlich kosteneffizienter erzeugen lässt als mit elektrischen Heizsystemen.

Die neuen Öfen dienen hauptsächlich der Wärmebehandlung von Stahl, Sintervorgängen und dem Stabilisierungsglühen von Leuchtstofflampen und –röhren. Die Wände der Öfen bestehen aus Feuerleichtsteinen mit einer spezifischenGesamtporosität und Gasdurchlässigkeit, die auch als selbstleuchtende Steine bezeichnet werden können. Durch den Einsatz dieser Feuerleichtsteine wird sichergestellt, dass die Wärmeüber die gesamte Oberfläche der Ofenwand abgestrahlt wird und sich keine Wärme- bzw. Kältebrücken bilden können, wodurch die Kontrolle von Temperaturwechseln jederzeit sichergestellt wird.

Die Gasdurchlässigkeit der Ofenwand ist so eingestellt, dass der Druckverlust gering gehalten und eine gleichmäßigeFlammenentwicklung über die gesamte Innenoberfläche des Ofens gegeben ist. Zwar finden solche Öfen überall Anwendung, doch waren Ersatzsteine, durch die die Lebensdauer des Ofens verlängert werden könnte, bisher nur schwer erhältlich. Dieser Umstand und die konkrete Anfrage des Kunden Global Oven Systems (GOS) brachte Morgan auf den Gedanken, selbst Ersatzsteine zu entwickeln.

Morgans Forschungs- und Entwicklungsteam experimentierte am Produktionsstandort Casalpusterlengo, Italien, so lange mit unterschiedlichen Gasdurchlässigkeiten und verschiedensten Werkstoffkonfigurationen, bis ein Werkstoff gefunden war, der den Anforderungen der internationalen Standardisierungsorganisation American Society for Testing and Materials (ASTM) entsprach. Erst dann wurde die genaue Rezeptur des neuen Werkstoffes endgültig festgelegt. Das neue Produkt mit dem Namen JM25 PH durchlief in der Produktionsstätte des Kunden erst ein umfangreiches Test- und Prüfverfahren, bevor es in der Produktionskette eingesetzt wurde.

Ermanno Magni von Morgan Advanced Materials erklärte: „Die Entwicklung der neuen Feuerleichtsteine belegt, wie tiefgehend unsere Kenntnisse der Industrieprozessketten sind und wie genau wir sowohl die Rezepturen unserer Werkstoffe als auch die Produktionsvorgänge auf die Kundenwünsche abstimmen können. So steht dem Kunden, der bis dahin nur aus einer Palette an Standardprodukten auswählen konnte, eine maßgeschneiderte und sehr leistungsfähige Lösung zur Verfügung.“

 

Mehr Informationen zu Morgan Technical Ceramics:

Kontakt  Herstellerinfo 
Morgan Technical Ceramics
Teplitzerstrasse 27
84478 Waldkraiburg
Tel.: +49 (0) 86 38 600 40
Fax: +49 (0) 86 38 810 900
www.morgantechnicalceramics.com
 

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